b-real Gedanken zu dem und dort Berichte aus Nepal, Spanien und zum Vatersein

30Jul/070

Tiefdruck mit kalter Polarluft

Das sind die Wetteraussichten für die nächsten Tage. Gerade sind es 11°C. Kleidungstechnisch war ich auf Sommer vorbereitet. Jetzt laufe ich wie eine Zwiebel herum und friere endlich mal wieder nach dem Duschen. Wird Zeit, dass ich mir Plätze aussuche die besser für einen Urlaub ausgelegt sind. Sommer, Sonne, Sonnenschein... Naja, Braunschweig hat seinen Löwen, das muss reichen. Okerkabana ist zwar nett gemeint, taugt aber sicher auch nur etwas wenn die Temperaturen endlich keine Teenies mehr sind. Morgen geht es wieder zu Kind bzw. Kugel"bauch". Die "Brand"hitze dort ist die andere Seite der nie perfekten Medaille.

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24Jul/070

Urlaub in Braunschweig

Es kommt Beizeiten vor, dass Ausnahmen zur Regel werden. So sind Orte wie z.B Nepal oder Spanien durch längere Aufenthalte vom klassischen Urlaubsziel zur Heimat mutiert. Das hat aber auch zur logischen und durchaus interessanten Konsequenz, dass ich einen richtigen Urlaub in meiner Geburtsstadt Braunschweig verbringen kann. Sie scheint noch immer so grau und sogar kälter zu sein als vorher, meine Perspektive lässt mich aber mit einer Ruhe und Zufriedenheit durch die Strassen schlendern, die früher für mich nur in prüfungsfreien, sonnigen Semesterferien (und da war BS wirklich manchmal wunderbar) und im Urlaub möglich gewesen ist. So genieße ich die umgedrehte Welt und weiß, nichts hält ewig, der Alltag wird in den Alltag zurückkehren.

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19Jul/070

The first Paella

Nach vielen langen Monaten ist es endlich soweit, ich bin wieder in Spanien. Morgen geht es für 10 Tage nach Deutschland, aber ansonsten bleibe ich jetzt 6 Monate in Alicante und Valencia. Europa ist immer wieder wunerschön. Die nächsten zwei Monate werde ich noch nutzen um über mich und meine Aktivitäten zu berichten. Ab dann dreht sich sicher alles um meine Tochter.

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13Jul/070

The Last Dhal Bath

Für dieses Jahr wird dies wohl der letzte Eintrag aus Nepal sein. Morgen geht es ab nach Spanien, Kind kriegen und Familie gründen. Sechs Monate in Europa und Dhal Bath gegen Paella und Tortilla eintauschen klingt doch wunderbar. Zudem schreit mein Magen nach einem leckeren deutschen Gericht, dem Döner.

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13Jul/070

The Streets of Kathmandu

Heute Morgen habe ich Bilder aus Pamplona im TV gesehen. Wilde, riesige Stiere sind wieder mal durch die Strassen getrieben worden und haben einige sich überschätzende Touristen mitgerissen (darunter müssen natürlich auch immer US-Bürger sein). In den Strassen von Kathmandu gehört es zum Alltag Kühe und Stiere anzutreffen. Sie sehen zwar manchmal gigantisch aus, machen aber beim Müllkauen einen wirklich friedlichen Eindruck. Sie scheinen seltsamerweise lieber in dem ekligen Müll zu wühlen, als sich an dem Gras zu schaffen zu machen. Ich habe es Gestern leider verpasst ein Foto von Kühen zu machen, die genüsslich einige von den zahlreich vorhandenen Hanfpflanzen (Kathmandu ist voll davon) verzehrt haben. Das hätte sehr gut zu dem oft durchgekauten Witz gepasst, dass es ja kein Wunder ist, dass die Rinder Wahn haben, wenn sie den ganzen Tag Gras fressen.

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6Jul/071

Erste Schwimmstunde

War heute mal schwimmen gewesen. Es gab auch eine Schulklasse, die das Becken genutzt hat, müsste so 11. Klasse gewesen.

Erst dachte ich sie machen vielleicht eine Art DRLG-Training. Alle mit Schwimmhauben und Brillen. Die Überraschung war dann umso größer, als ich gesehen habe, dass es sich um ihre erste Schwimmstunde handelt. Mit Übungen wie den Kopf unter Wasser stecken, den Widerstand des Wassers spüren usw. haben sie sich mit dem Wasser vertraut gemacht. War doch recht witzig 17jährige bei ihrer ersten Schwimmstunde oder besser Planschstunde zu beobachten.

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5Jul/070

Der Ex von Nicole Kidman

Gestern habe ich passend zum Tag den Film „Born on the 4th of July“ mit Tom Cruise angesehen. Das stimmt nicht ganz, ich konnte ihn nur bis zur Hälfte ertragen, dann hatte ich wirklich genug. Ich habe ja schon erwartet, dass ich einen ziemlich schlechten Amiwerbefilm sehe, aber Tom Cruise hat dem ganzen die Krone aufgesetzt. Schon am Anfang kam sehr gut rüber, dass du nur stark genug an deinen Traum glauben musst um ihn auch zu erreichen (dieses American Dream Geschwafel). Als er dann plötzlich und unerwartet beim Ringen verliert, ist Ronny (Tom) leider nicht mehr der Sonnyboy. Er beschließt was Großes und Wichtiges zu machen und lässt sich dann, nachdem er einige Frauen und Kinder im Vietnam platt gemacht hat, schließlich selber durchlöchern. Als ich den Film gesehen habe, musste ich mich wirklich wundern, dass die Amis irgendwie nichts dazulernen. Schon wieder führen sie einen Krieg den keiner will (außer ein paar wenige, die gehofft haben ein Businessparadies aufzubauen).

Ich habe mich gestern gefragt, warum ich Filme wie: „Die Farbe des Geldes“, „In einem Fernen Land“ oder „Tage des Donners“ wunderbar fand und in meiner Erinnerung noch immer gut finde (ich glaube ich habe noch viele verseuchte Hirnzellen). Ich denke das liegt zunächst erst einmal an Nicole Kidman. Als junger Knabe fand ich ihre roten Locken einfach unwiderstehlich und ich hätte gerne mit Tom getauscht. Er, der coole Rennfahrer, Reiter, Kämpfer und Poolspieler. Tja, als Kind hat man noch ganz andere Träume und meine Kritikfähigkeit beschränkte sich auf ein Minimum. Mittlerweile würde ich nicht mal mit dieser peinlichen Figur tauschen wollen, wenn man mir Geld dafür bieten würde. Das liegt daran, dass ich ihn auf der Leinwand nicht ertragen kann (Ich fand „Eyes wide shut ziemlich schlecht“) und meine Sympathie gegenüber Scientologen ist auch nicht sehr groß.

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5Jul/070

Ich bin noch nicht reif für den Buddhismus

Einer der Gründe warum ich heute, trotz Moskitonetz, nun schon zum wiederholten Male morgens um vor 5°° die Zeitung lesen kann, sind die verdammten Moskitos. Sie lassen mich nicht mehr schlafen. Ich hab ja versucht, ok ich gebe zu nicht gerade mit viel innerer Überzeugung, mich vom Buddhismus überzeugen zu lassen aber die Moskitos machen es mir nicht einfach. Naja, das mit der Überzeugung stimmt nicht ganz. Gestern habe ich an die 40 Motten getötet, die in der Küche geschlüpft sind. Da ist es mit dem Glauben doch etwas weit her. Ich stelle mir einfach vor, es waren Reinkarnationen von Hitler oder Mao dabei gewesen. Schade, dass Bush und der Papst noch leben, ansonsten hätte ich vielleicht durch den Buddhismus die Chance gehabt, einen von den beiden platt zu machen (Ich glaube für sowas, darf man den Buddhismus wohl eher nicht missbrauchen, schade). Bush und Bene sollte ich vielleicht nicht auf eine Stufe stellen. Ich denke der eine wird als Ratte wiedergeboren werden und der andere als Kakerlake oder vielleicht wirklich eine Motte. So, ich kehre jetzt in früher Morgenstunde in mich, ich glaube das mit dem Buddhismus habe ich noch nicht ganz verstanden.

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3Jul/071

Kein Benzin mehr

Es ist mal wieder so weit. Im Terai herrschen diverse Bandhs (Streiks) und die Benzinlieferungen aus Indien kommen nicht bis nach Kathmandu durch. Dass die Streiks hauptsächlich die Ärmsten schädigt, habe ich schon vor einigen Monaten berichtet. Meine Perspektive richtet sich diesmal jedoch nicht aufs Land (Ost-Terai) sondern auf meinen momentanen Aufenthaltsort, auf die Hauptstadt Kathmandu. Die Tankstellen sind gesperrt, und öffnen nur teilweise, um die kilometerlangen Schlangen von Autos mit einigen wenigen Litern zu befriedigen. Hauptsächlich handelt es sich um Taxifahrer, sie stehen stundenlang an (beim letzten Mal waren es bis zu 10 Stunden, diesmal scheint es mehr zu sein) und erhöhen dann natürlich ihre Preise. Ich fahre zum Glück mit dem Fahrrad. Heute Morgen habe ich in der Zeitung gelesen (Kathmandu Post), dass drei Personen während des Wartens von Polizisten verletzt worden sind. Auf einem Bild sah man, wie Polizisten mit Bambusstöcken auf Taxifahrer einprügelten.

Es gibt so viele Situationen die, gedanklich auf Deutschland übertragen, einfach unvorstellbar und ein Witz wären. Polizisten, die meiner Meinung nach in maximaler Ineffizienz den Verkehr regeln, kleine Gruppierungen die dazu in der Lage sind, durch Streiks das ganze Land lahm zu legen und viele andere Dinge bei denen man nur den Kopf schütteln kann. Ab nächster Woche bin ich erstmal weg. Im November gibt es Wahlen und man wird auch wieder was in der deutschen Presse über Nepal hören.

Auf dem Bild sieht man rechts eine Autoschlange vor einer geschlossenen Tankstelle, deren Ende ich nicht gesehen habe, obwohl ich die Strasse einige Kilometer langgefahren bin.

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