Good old Whisky

Es war alles so perfekt geplant. Sechs Wochen vor der Geburt meiner kleinen Tochter war unser Aufenthaltsort für die nächsten sechs Monate besichtigt und für sehr gut befunden worden. Nette Wohnung mit Blick zum Meer, 50m zum Strand und zwei Doppel-Gästezimmer für all die lieben Besucher. Es wäre viel zu langeweilig, wenn es wirklich so einfach und perfekt gewesen wäre. Die zu beseitigenden Steine kamen erst jetzt. Als ich dem Besitzer der Wohnung (ein sehr naher Verwandter meiner Frau) mitgeteilt habe, wie schön es werden wird, wenn wir morgens und abends mit Hund und dickem Bauch, am Strand der Sonne entgegen spazieren und schlendern werden, sind wir beide aus allen Wolken gefallen. Er, weil er nicht mit einem Hund gerechnet hat und auch nicht mit ihm rechnen wollte und ich, weil er eben nicht unseren geliebten Whisky in seiner seiner Wohnung seine letzten Tage verbringen lassen wollte. Die Konsequenz daraus: neues Haus (nicht am Strand), neues Krankenhaus und neue Hebamme. Das alles fünf Wochen vor der Geburt. Ich wäre aber kein positiv denkender Mensch, wenn ich darin nicht auch Gutes gesehen hätte. Das Krankenhaus ist alternativer (habe ich gehört, der erste Termin ist erst nächste Woche) und meine Frau wird weniger als „Kranke“ behandelt werden (denn so war es in Alicante).Das Haus ist ruhiger gelegen und wir haben soger einen kleinen Pool. Aber erstmal heisst es renovieren, um sich wohl zu fühlen.
