Im Hotel
der Nationalpark

Sind jetzt seit Dienstag an unserem zukünftigen Wohnort Birendranagar. Er ist weit weg von allem, aber trotzdem schön gelegen. Umringt von Bergen, mit einem Nationalpark im Süden. Noch befinden wir uns im Hotel, was in Nepal, besonders mit Baby, auf die Dauer nicht sehr angenehm ist. Ich hoffe wir können ab Februar in unser neues Haus einziehen. Wer Lust auf keine Autos, scharfes Essen und nepalesische Kultur hat, ist herzlich eingeladen.

Birendranagar vom Hoteldach
Abreise aus Kathmandu
Wir sind jetzt seit fast zwei Wochen in Kathmandu. Die Luft ist hier ziemlich verschmutzt und so war es eine durchatmende Abwechslung die letzten Tage nicht hier sondern im schönen Pokhara, am Fuße des Himalayas, verbracht zu haben. Die Fahrt hin und zurück war für mich diesmal sehr anstrengend, obwohl es nur vier Stunden sind, da ich momentan an der Lebensmittelumstellung zu leiden habe, vielleicht ist es auch das Wasser.
Am Montag werden wir Kathmandu endgültig verlassen und in die Region Surkhet, nach Birendranagar in den Westen Nepals ziehen. Ich hoffe ich bin bis dahin Fit, es sind 17 Stunden Autofahrt, mehr oder weniger. Würde ja gerne ein paar links von Google Earth dazupacken um zu zeigen wo alles liegt, aber meine Internetverbindung ist dafür einfach zu schlecht. Wenn ihr Lust habt, dann schaut selber nach. Ob ich in Surkhet Internet haben werde, weiß ich auch noch nicht, geschweige denn wo wir überhaupt wohnen werden. Also viel Neues wird kommen.
Maria und Nuria geht es gut und mir, bis auf meinen Magen, auch. Melde mich sobald ich wieder Internet habe.

ein Bild aus Pokahara
Heulende Babys
Babys schreien. Manche mehr und andere weniger. Die konkrete Frage warum sie schreien ist nicht zu beantworten und wird auch nie zu beantworten sein. Sicher ist der Fakt, dass sie irgendetwas stört. Es piekst, es drückt, sie haben Hunger oder sind müde.
Gestern, als ich im Bett gelegen habe, hat es mich am Fuß gejuckt. Ohne groß darüber nachzudenken habe ich mich gekratzt. Wenn es ein Baby am Fuß juckt, dann kommt diese Information noch nicht als klar zu definierender Fußjuckreiz im Gehirn an. Es ist mehr ein: „Ich hab irgendwas, also mach was dagegen!“ (Ausgedrückt durch ein lauter und stärker werdendes Schreien). Und so ist dann auch mit dem kleinen Zwerg umzugehen. Ausprobieren und Lösungen finden.
Nach drei Monaten bin ich jetzt soweit, dass ich wenigstens Hunger, Müdigkeit und körperliche Leiden ganz gut unterscheiden kann. Im nächsten Level wird die Komplexität der Aufzucht durch zunehmende Krabbelaktivitäten gesteigert. Aber es gibt ja gute Ratschläge um Schäden zu vermeiden. Z.B. „Wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Babys schmeißen“. Aber ist ja eigentlich logisch. Hmm, hätte ich das jetzt in Live gesagt, dann wäre es vielleicht sogar witzig gewesen.
Ankunft in Kathmandu
Namaste
Unsere Zeit ist wirklich unglaublich. Wir haben die Möglichkeit uns in einen Flieger zu setzen und binnen kürzester Zeit in andere Kulturen einzutauchen. Und so ist es gestern auch geschehen. Montag Abflug in Madrid, Zwischenstop in Doha und gestern Ankunft in Kathmandu. Meine Posteuropadepression hat nicht eingesetzt und ich fand Nepal glücklicherweise vertraut und mit einem angenehmen Eindruck vor.
Ich betrachtete alles sehr aufmerksam, da mir die Anwesenheit meiner kleinen Tochter ein mulmiges Gefühl bescherte. Im Taxi gab es leider keinen Kindersitz (damit habe ich natürlich auch nicht gerechnet); der Verkehr war wie gewohnt langsam aber natürlich chaotisch. Unglücklicherweise haben wir dann auch unseren ersten Unfall in Nepal persönlich miterlebt. Beim Linkssabbiegen ist uns ein Bus aufgefahren. Bis auf eine Delle am Taxi ist nichts passiert. Glück im Unglück. Dann, wie gewohnt endlose Diskussionen über Schuld und Bezahlung. Der Polizist, der zu diesem Zeitpunkt den Verkehr geregelt hat, war in seiner pazifistischen Passivität amüsant nutzlos anzusehen. Seine Rolle beschränkte sich darauf, nach einer scheinbaren Einigung und Ausgleichszahlung den Quittungsblock zu zücken und nach nepalesischer Bürokratie die Form zu waren. Unglaublich.
Dann endlich ins Gästehaus und schlafen. Endlich schlafen. Das war der erste Tag. Für Nuria war die Expressreise etwas zu viel. Sie hat heute Nacht Fieber bekommen und an Essen ist nicht zu denken. Hoffe es ist nur der Reisestress und kein Virus.
Ich binde mir jetzt erstmal die Kleine um und werde, nachdem ich diese Zeilen irgendwie ins WWW gespeist habe, einkaufen gehen, höchstwahrscheinlich im Namaste Supermarket.
Valencia, das Land der sonnigen Orangen
 
Heute tut es mir fast ein wenig leid, dass wir morgen wieder nach Nepal fliegen. Wir haben 22 Grad und das Wetter ist traumhaft. Ich hoffe in Nepal ist es nicht zu kalt.

Maria nach 3,33 Monaten
Als Maria drei Wochen alt war gab es ein Bild, also auch nach drei Monaten.

Wären wir nicht alle gerne in bisschen Stanley

Am Montag geht es nun endgültig wieder zurück nach Nepal. Ein halbes Jahr vergeht schnell, so schnell, dass wieder nur die Hälfte von dem erledigt worden ist, was geplant war.
Glücklicherweise hat es mein alter Freund Jaime noch geschafft mich zu besuchen. Sicherlich nicht zuletzt auch, da seine Freundin im achten Monat schwanger ist und Schwangere sich in diesem Stadium sehr über Infos von Insidern freuen.
Jaime entwirft T-Shirts (und hat auch eine nette Homepage auf der es bald wieder eine neue Kollektion gibt). Bei unseren seltenen Begrüßungs- oder Abschiedstreffen sind diese als Geschenke bei mir sehr willkommen.
Nachdem ich mir dank seiner Hilfe eine kleine Bruce Lee Sammlung zugelegt habe ( 2 T-Shirts) , gab es heute ein neues Präsent – ein Redrum T-shirt.
Das hat mich ganz besonders gefreut, denn Stanley Kubrick habe ich vor kurzem in die Liste meiner Favoriten aufgenommen. Ich vermute die Meisten unter euch wissen woher Redrum stammt: aus dem Film „Shining“. Letzte Woche habe sah ich mir "Uhrwerk Orange" an und er hat mir jetzt wesentlich besser gefallen als mit 14 Jahren. Er ist ein wirklich genialer Regisseur.
Der bisher einzige Film den ich von ihm nicht mag ist "Eyes Wide Shut". Liegt höchstwahrscheinlich an Tom Cruise.
Alles Gute für 2008
Ob Paraguay, Nepal, Deutschland oder Spanien, in allen Ländern hat heute, früher oder später, das Jahr 2008 begonnen. Naja, Nepal befindet sich momentan eigentlich im Jahre 2064 aber das tut jetzt nichts zur Sache.
Ich hoffe ihr habt alle schön gefeiert. Willkommen in der Zukunft. Ich wünsche euch das Beste für 2008.