b-real Gedanken zu dem und dort Berichte aus Nepal, Spanien und zum Vatersein

28Jun/080

Durch den Monsun…

Würde man in Deutschland eine Umfrage starten, was denn wohl am meisten in der Heimat störe, dann käme das Wetter mit Sicherheit auf einen der ersten Plätze. Verständlich ist es ja schon, ständig Regen, grau und kalt.

Nichtsdestotrotz beeinflusst das Deutschlandwetter den Alltag so gering wie nur an wenigen Plätzen auf dieser Welt.

Ich habe in Paraguay, Spanien oder Nepal mehr gefroren als in Deutschland. Wir sind einfach perfekt aufs Wetter eingestellt. Doppelverglaste Fenster, Zentralheizung sind Standard und sogar auf dem Weg von A nach B muss nicht gefroren werden; die Busse sind kuschelig warm.

Im Sommer sind die Temperaturen sehr angenehm, nicht zu heiß. Wohl auch einer der Gründe warum sich die flächendeckende Siesta bei uns nicht wirklich durchgesetzt hat.

Wir sind einfach wetterunabhängig und lassen unsere täglichen Aktivitäten nur geringfügig vom Klima beeinflussen. Unser klimatographischer Durchschnitt trug sicherlich auch dazu bei, warum die deutsche Produktionsmaschinerie weltweit so hoch angesehen ist.

Auf das Thema bin ich gekommen, da ich zur Zeit mitten im Monsun stecke. Sport fällt aus, es regnet, Straßen werden von Schlamm und Felsen unpassierbar gemacht, es regnet. Es regnet. Hier in Nepal stolpert man von einem Extrem ins andere. Im Süden nie erlebte Maximaltemperaturen. In der Regenzeit Unmengen an Wasser. Vom Norden will ich jetzt gar nicht erst sprechen. Soll aber ziemlich kalt da oben sein.

Es geht also nur das, was das Wetter zulässt. Das gilt natürlich auch für die Landwirtschaft. Es gibt nur das, was die Saison bietet. Hmm Erdbeeren, Kirschen, der nächste europäische Frühling kommt bestimmt.

Ein Nachtbild vom Regen

monsum.jpg

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