an Tagen wie diesen
Der heutige Sonntag würde auch in Deutschland als klassisch melancholischer durchgehen. Der Monsun tut wieder das was er am besten kann, er schüttet Regen aus. Stetige, dicke Tropfen, so schwer, dass sie sich nicht länger in dem tief hängenden, grauen und mächtigen Teppich Gottes halten können. Surkhet erhält eine gründliche Vollspülung.
Was machen an einem solchem Tag? Es bleibt eigentlich nur die Möglichkeit zu Hause zu bleiben, eine nette DVD auszuwählen und sie bei einem Drink und Kräutertüte zu genießen. Diese Möglichkeit gibt es wie gesagt nur eigentlich. Denn tatsächlich macht in meiner Situation der kleine Unterschied den großen Unterschied und somit mir einen Strich durch die Rechnung. Dieser nennt sich Maria. Befallen von Mund- und Windelsoor wird nun aus dem unbefangenen Junggesellen ein besorgter Vater. Aus einer verspielten Maus wird ein winziges heulendes Jammersäckchen.
Meine Suche nach einem Kinderarzt vor Ort war erschreckender weise erfolglos und so konnte mir nur inoffiziell ein Chirurg weiterhelfen. Unglaublich und ein Armutszeugnis für die Gesundheitsversorgung. Die Kleine scheint glücklicherweise wieder auf dem Weg der Besserung zu sein, obwohl das Fieber noch etwas bange macht.