b-real Gedanken zu dem und dort Berichte aus Nepal, Spanien und zum Vatersein

8Okt/083

doppelte Zeit

So oft habe ich im letzten Jahr gehört, die Kinderzeit vergehe wie im Fluge. Erst liegen die kleinen Hosenscheisser noch hilflos im Bettchen und schreien rücksichtslos wegen jedem Furz und bevor man sich richtig gewahr darüber wird, führt man seltsame Diskussionen mit Kreaturen, die eigentlich gerade erst das Licht der Welt erblickt haben. Naja, eigentlich nur eigentlich und in meinem Falle stimmt es auch nicht ganz, denn meine Tochter ist noch nicht sehr groß. Aber immerhin hatte die kleine Maria am 27.10.2008 ihren ersten Geburtstag.

Dieses letzte Jahr war für mich ein Ausnahmejahr.

Ihr kennt sicherlich auch das Gefühl, das letzte Jahr immer als das kürzest gelebte Jahr erlebt zu haben. Ein Monat ist für uns schon lange keine Ewigkeit mehr, so wie es noch in unserer Kindheit gewesen ist. Die letzten 12 Monate hatte ich nicht das Gefühl, die Zeit verlaufe weiterhin mit zunehmender Geschwindigkeit, sie wurde aber auch nicht langsamer. Wie gesagt, es war ein Ausnahmejahr.

Ich war das Elternteil welches zu Hause bleiben konnte und sich um seine Tochter gekümmert hat. Jeder der ein Kind hat und sich intensiv um dieses kümmert, weiß genau, dass zu Hause bleiben nicht gleich mehr Zeit bedeutet. Ich hatte im letzten Jahr nicht einmal die Chance mich zu langweilen, ich konnte mich nicht fragen, was ich mit meiner freien Zeit wohl machen soll. Ich hatte sie einfach nicht. Als sehr interessant habe ich empfunden, nicht nur meine Zeit zu nutzen, sondern gleichzeitig auch die Zeit meiner Tochter. Alles was sie gelernt und erlebt hat, brachte auch mir Freude. So verging die Zeit nicht mehr nur in meinem eigenen Kopf, sondern hat sich auch in Form meiner Tochter verkörpert. Ich lebe zur Zeit auch ihr Leben. Es ist also verständlich, dass sich viele Eltern damit schwer tun ihre Kinder in voran geschrittenem Alter los zulassen und sie ihr eigenes Leben leben zu lassen.

Naja, das ist ja bei mir noch ein wenig hin, aber schon mal ganz gut drüber nachzudenken.

Hier ein Bild von Maria an ihrem ersten Geburtstag. Im Hintergrund sieht man Whisky, er ist zwar schon alt, aber es geht ihm noch gut.

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  1. Über die Sache mit der Zeit mache ich mir auch immer wieder Gedanken. Diese fliegt ja, wie die (alten) Römer sagen. Je älter wir werden, desto mehr. Die subjektive Zeit beschleunigt sich. Ob das mit der zunehmenden Erfahrung zu tun hat? Du warst ja scheinbar in Nepal. Verging die Zeit dort auch schnell? Auf Reisen dauern die Tage bei mir häufig länger. Vielleicht ist es einfach nur die Routine, die die Sekunden schrumpfen lässt.

  2. Ich denke auch die Erfahrung ist hier ausschlaggebend. Das “noch nicht wissen was kommt” und noch nicht gelernt haben, wie Lange Zeit dauert ( Monate und Jahre müssen ja auch gelebt sein um zu wissen was sie bedeuten), ist Grund für eine gefühlt langsamere Zeit in der Kindheit. Und ja, die Zeit verlief langsamer in Nepal. Dies lag aber auch am Mangel von Ablenkung, und so konnte ich entspannter und mit mehr Ruhe dem Puls der Erde lauschen. Interessant, dass du die Routine mit der Erfahrung vergleichst, da hast du sehr recht.

  3. EEEHhhh!.. me acabo de enterar de este blog… qué xhulo!… lo he visto enterito, pero no he podido leer nada, dado mi alto nivel de analfabetismo en lengua alemana… tenéis la xiqueta més rebonica i graciosa i simpàtica de tota València i part de l’estranger!!!… sí senyor!… (por cierto: las fotos son buenísimas… me encantan las de las moscas y las arañas… ¿estaban por ahí, tan tranquilas, las arañas esas?).
    Besets per als tres, reguapos.


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