Chucky
Bin gerade dabei Maria als Chuckydarstellerin vorzubereiten, mal sehen ob sie eine Chance hat.

Into the Wild
Ich habe mich sehr gefreut, als ich gehört habe, dass Sean Penn endlich wieder als Regisseur aktiv geworden ist. Auch die Story hörte sich vorerst für mich vielversprechend an.
Ein junger Student hat von der Gesellschaft und Familie genug und will in die Natur. Er reist alleine nach Alaska, um sich von Angesicht zu Angesicht mit der harten Natur zu konfrontieren.
Von dem Film bin ich enttäuscht. Christopher McCandless oder „Alexander Supertramp“ (sein Synonym) flieht vor der Gesellschaft und seinem Vater um sich am Ende gewahr darüber zu werden, dass Glück geteilt werden muss um sich dessen wirklich freuen zu können.
Die Massage des Films: Die Gesellschaft ist recht scheiße aber ganz alleine geht es auch nicht. Egal ob Hippie oder Spießer, kein Lebensstil ist ein Garant für ein gelungenes Familienleben.
Sicherlich hat Christopher McCandless eine sehr bemerkenswerte Reise unternommen. Er war für solch einen Trip jedoch zu unerfahren und naiv, eigentlich hätte er schon beim Kajaking im Colorado River umkommen müssen.
Mir ist der Film zu langweilig und Christopher McCandless ist mir zu amerikanisch und naiv. Ich finde es beeindruckend, dass er diesen gesellschaftlichen Ausbruch gewagt hat, auch wenn er es in einer Art und Weise hätte machen können, die ihn nicht unbedingt so früh hätte sterben lassen. In jedem Falle erlebte Alexander Supertramp das Leben und ganz besonders den Tot sehr intensiv. Das war meiner Meinung auch die „Rechtfertigung“ einen Film über ihn zu drehen, der unglaublich einsame, traurige une schmerzhafte Tod.
Der Soundtrack hat mir sehr gut gefallen. Vorerst beeindrucken mich Sean Penns schauspielerische Leistungen mehr als seine Regieversuche.
“Caché” auf Arte
Ich sehe gerade, heute Abend läuft um 21:00 Uhr ein Film auf Arte, den ich schon mal kommentiert habe. Für jeden den es interessiert.
Death Proof (Quentin Tarantinos 2007)
Gestern kam ich endlich dazu mir den neuen Film vom guten alten Quentin anzusehen. Ich wusste in keinster Weise was mich erwartet.
Gleich zu Beginn hat er wieder mal meinen Geschmack getroffen. Ein Film im 70er Style. Viele Sound und Filmschäden, um den Retroblick auch authentischer wirken zu lassen. Zudem coole Autos, ziemlich heiße Frauen und gute Musik.
Am Ende der ersten Hälfte des Filmes habe ich begonnen nervös auf dem Sitz hin- und her zu rutschen. Sollte es sich bei diesem Film tatsächlich um einen frauenfeindlichen Splatter handeln?
Doch weit gefehlt, denn dann dreht sich der Spieß um, Kurt Russell wird vom killenden Psychofreak zum heulenden, gejagten Häßchen.
Dialoge reichen sicher nicht an Pulp Fiction ran, aber Sätze wie „Ich bin die geilste Muschi der ganzen Straße“ haben auch Kultpotenzial. Jedoch fand ich die deutsche Synchronisierung ziemlich scheiße.
Prädikat: Sehenswert vorm Feierngehen.
Wären wir nicht alle gerne in bisschen Stanley

Am Montag geht es nun endgültig wieder zurück nach Nepal. Ein halbes Jahr vergeht schnell, so schnell, dass wieder nur die Hälfte von dem erledigt worden ist, was geplant war.
Glücklicherweise hat es mein alter Freund Jaime noch geschafft mich zu besuchen. Sicherlich nicht zuletzt auch, da seine Freundin im achten Monat schwanger ist und Schwangere sich in diesem Stadium sehr über Infos von Insidern freuen.
Jaime entwirft T-Shirts (und hat auch eine nette Homepage auf der es bald wieder eine neue Kollektion gibt). Bei unseren seltenen Begrüßungs- oder Abschiedstreffen sind diese als Geschenke bei mir sehr willkommen.
Nachdem ich mir dank seiner Hilfe eine kleine Bruce Lee Sammlung zugelegt habe ( 2 T-Shirts) , gab es heute ein neues Präsent – ein Redrum T-shirt.
Das hat mich ganz besonders gefreut, denn Stanley Kubrick habe ich vor kurzem in die Liste meiner Favoriten aufgenommen. Ich vermute die Meisten unter euch wissen woher Redrum stammt: aus dem Film „Shining“. Letzte Woche habe sah ich mir "Uhrwerk Orange" an und er hat mir jetzt wesentlich besser gefallen als mit 14 Jahren. Er ist ein wirklich genialer Regisseur.
Der bisher einzige Film den ich von ihm nicht mag ist "Eyes Wide Shut". Liegt höchstwahrscheinlich an Tom Cruise.
71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls (1994)
Michael Haneke

Nach „Der Siebte Kontinent (1989)“ und „Bennys Video (1992)“ ist dies der dritte Film seiner Trilogie. Ich war erleichtert, dass Haneke diesmal nicht wieder die ganz harte Hammermethode angewandt hat (denn die anderen beiden sind harter Tobak). Nachdem er in den vorherigen Filmen eine familiäre Sicht zeigt, richtet sich der Fokus diesmal mehr aufs Gesellschaftliche. Er zeigt auch hier, dass weniger einfach mehr sein kann. Die Realität wird so dargestellt, wie sie sich uns auch außerhalb der Leinwand präsentiert, in Fragmenten. Allerdings kann andersherum, mehr auch oft weniger sein. Minutenlange Kommunikation ohne wirkliche Aussage.
Zu entscheiden, warum eine Person handelt wie sie handelt, bleibt dem Betrachter des Filmes mal wieder selbst überlassen. Ebenso, wie wir dies auch in der Realität tun.
Caché (versteckt) ,
Michael Haneke, 2005
Inwieweit ist ein erwachsener Mensch verantwortlich für Taten, die er in seiner Kindheit begannen hat? Das ist vielleicht die Hauptfrage des Filmes „Cache“ von Michael Haneke.
Georges (Daniel Auteuil) lebt ein anscheinend rundum perfektes Leben. Doch plötzlich erhält er anonyme Videos und Kinderzeichnungen, die ihn dazu zwingen sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen.
Das ist der erste Film (von der Verfilmung „das Schloss“ von Kafka abgesehen) den ich von Haneke gesehen habe und er enthält viele Elemente, die mir sehr gut gefallen haben.
Ganz besonders hat mir die konstruktivistische Sichtweise der Wahrheit im Allgemeinen gefallen. Die „Wahrheit“ gibt es nicht. Sie ist immer eine Frage unserer Perspektive. Georges hat mit sechs Jahren egoistische Handlungen begannen, die nicht gravierend waren. Für ihn hatten sie positive Folgen (denn Hajid musste ins Heim und er war wieder der einzig Geliebte), für den jungen Hajid haben sich die Lebensumstände dadurch wesentlich verschlechtert. Georges hat sich nie mit dieser Kindertat auseinandergesetzt. Inwieweit ist er verantwortlich? Oder sind dies nur die Eltern, die Hajid weggeschickt haben?
Haneke versteht es sehr gut, dass Leben mit seinen Banalitäten (oder gerade durch diese) fragmentarisch auf die Leinwand zu bringen. Warum tun wir das was wir tun und wie sind wir dorthin gekommen?
Er lässt dem Betrachter viele Interpretationsmöglichkeiten und sehr viele Fragen offen. So ist bis zum Schluss nicht klar, wer diese Videos eigentlich geschickt hat (an der Schuldfrage würde diese Erkenntnis erstmal nichts ändern).
„Cache“ ist ein trauriger Film, der die Frage der Schuld und Verantwortung auf dem Acker unserer Seele frisch umgräbt. Gerade weil man sich nicht einfach berieseln lassen kann, mitdenken und sich automatisch auch mit sich selber befassen muss, hat mir dieser Film gut gefallen und erhält von mir das Prädikat „Sehenswert“.

Der Ex von Nicole Kidman
Gestern habe ich passend zum Tag den Film „Born on the 4th of July“ mit Tom Cruise angesehen. Das stimmt nicht ganz, ich konnte ihn nur bis zur Hälfte ertragen, dann hatte ich wirklich genug. Ich habe ja schon erwartet, dass ich einen ziemlich schlechten Amiwerbefilm sehe, aber Tom Cruise hat dem ganzen die Krone aufgesetzt. Schon am Anfang kam sehr gut rüber, dass du nur stark genug an deinen Traum glauben musst um ihn auch zu erreichen (dieses American Dream Geschwafel). Als er dann plötzlich und unerwartet beim Ringen verliert, ist Ronny (Tom) leider nicht mehr der Sonnyboy. Er beschließt was Großes und Wichtiges zu machen und lässt sich dann, nachdem er einige Frauen und Kinder im Vietnam platt gemacht hat, schließlich selber durchlöchern. Als ich den Film gesehen habe, musste ich mich wirklich wundern, dass die Amis irgendwie nichts dazulernen. Schon wieder führen sie einen Krieg den keiner will (außer ein paar wenige, die gehofft haben ein Businessparadies aufzubauen).
Ich habe mich gestern gefragt, warum ich Filme wie: „Die Farbe des Geldes“, „In einem Fernen Land“ oder „Tage des Donners“ wunderbar fand und in meiner Erinnerung noch immer gut finde (ich glaube ich habe noch viele verseuchte Hirnzellen). Ich denke das liegt zunächst erst einmal an Nicole Kidman. Als junger Knabe fand ich ihre roten Locken einfach unwiderstehlich und ich hätte gerne mit Tom getauscht. Er, der coole Rennfahrer, Reiter, Kämpfer und Poolspieler. Tja, als Kind hat man noch ganz andere Träume und meine Kritikfähigkeit beschränkte sich auf ein Minimum. Mittlerweile würde ich nicht mal mit dieser peinlichen Figur tauschen wollen, wenn man mir Geld dafür bieten würde. Das liegt daran, dass ich ihn auf der Leinwand nicht ertragen kann (Ich fand „Eyes wide shut ziemlich schlecht“) und meine Sympathie gegenüber Scientologen ist auch nicht sehr groß.
Conversation with god
am liebsten würde ich ja viele Filme gerne rückwirkend beurteilen, jedoch hat mein Gedächtnis eine sehr geringe Halbwertszeit. So weiß ich zwar noch, dass der schreckliche und schlechte Versuch der Kombination von Geschichte, Liebesschnulze und Action in z.B. Pearl Harbor, in einem nichtansehbaren, viel zu langen Scheißfilm endete. Aber mehr weiß ich nicht mehr. Aber es gibt ja auch Filme, mit denen ich mir vor nicht allzu langer Zeit genau diese verschwendet habe.
Letztens habe ich mir den Film „Conversation with god“ angesehen. Als ich die DVD in der Hand hielt, wünschte ich mir einen Film des Kalibers „American Beauty“. Ein Titel der erstmal alles bedeuten kann, ein Film der einfach schön anzuschauen ist und ein gutes Gefühl hinterlässt. Andererseits deutete der Titel schon viel zu offen auf einen Drecksfilm hin, der durch die hirngewaschenen Gelder irgendwelcher Glaubensfanatiker finanziert wurde. Und so ist es auch. Der Film ist mehr als scheiße.
Ein Typ, der anscheinend bis dahin halbwegs normal gelebt hat, verliert seinen Job als Radio-DJ. Erster Mist: Er landet direkt auf der Straße. Muss sich nachts im Regen sein Zelt aufbauen, was wunderbar pathetisch rüberkommt. Hat dieser Trottel denn keine Freunde? Wo sind all seine Sachen aus der Wohnung? Wie konnte so ein hilfloser Idiot Radio-DJ sein? Egal, er lebt Tag aus Tag ein in seinem Zelt, hat nur Freunde von der Strasse, macht keine Anstalten nicht wie ein Assi rum zulaufen und dann die große Wende. Durch einen scheiß Zufall (dies sollte eine Anspielung auf Gottes Gegenwart sein), bekommt er wieder einen Job als DJ. Alles scheint bergauf zu gehen, neue Freunde, neue Klamotten, neue Wohnung. Dann der Schlag, die Firma macht Pleite und er ist verzweifelt. Abgrundtief gesunken, ertrinkt er in seiner Wohnung an Hoffnungslosigkeit. Doch dann der große Hammer. Gott spricht direkt zu ihm und sagt ihm wie er doch besser leben könne. Er schreibt alles auf. Die Leute sind begeistert. Er bekommt einen Haufen Geld dafür und kann Menschen nun über alles eine Antwort geben (z.B. warum der Sohn einer heulenden Zuhörerin, in einer seiner Lesungen, warum dieser sterben musste, kotz).
Am Ende mutiert er irgendwie zu einem Gott und sieht sich selber, wie er am Anfang auf der Strasse gelebt hat.
Massage: Sei einfach nur scheiße genug und Gott hilft dir dann schon Millionen zu machen.
Der Film ist perfekt um nach zu vielem Saufen einfacher zu kotzen, um 2 Stunden des Lebens mit wirklich nichts bzw. nur sinnlosem zu verbringen. Also, wenn ihr eure Freunde ärgern wollte, dann brennt ihn euch (dafür darf man wirklich keinen Pfennig ausgeben) und als Geschenk, schnell, aber ganz schnell, weg damit.