b-real Gedanken zu dem und dort Berichte aus Nepal, Spanien und zum Vatersein

Ich bau mir eine Minirampe!

Hier beschreibe ich, wie ich mir 2007 in Nepal eine Minirampe aus Bambus und Mangoholz gebaut habe. Zuerst wollte ich die Rampe privat und für mich alleine in meinem Garten bauen. Ich entschloss mich dann, sie aufs Gelände des örtlichen Sportvereins zu stellen, um sie auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen ( mein Aufenthalt hier war ursprünglich für knapp 2 Jahre geplant und so könnte sie auch nach meiner Abreise genutzt werden) .

Damit die Jungs und Mädels hier auch die Chance haben mit eigenen Brettern zu fahren, hat sich Allyoucanskate freundlicherweise bereit erklärt, sechs Decks zu sponsern. An dieser Stelle vielen Dank für die wunderbare Kooperation.

Die Maße der Rampe sind angelehnt an die Konstruktionspläne von Rick Dahlen, der seine Pläne kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Ich habe meine Rampe nur ein wenig breiter und länger gemacht. 8m lang, 2,7m breit und 1,1m hoch ( zusätzlich 40cm Spielraum unter der Rampe). Die Mini ist sehr sanft zu fahren und meiner Meinung nach perfekt um gemütlich zu tricksen. Besser wäre es natürlich gewesen sie doppelt so breit zu machen aber das war eine Frage des Geldes. Für diese Rampe habe ich insgesamt 200€ bezahlt, 65% davon gingen für den Belag drauf. Zu Beginn meiner Planung wollte ich die Mini, bis auf den Belag, komplett aus Bambus bauen. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass dies möglich, jedoch wesentlich schwieriger ist, denn es ist nicht einfach mit Bambus auf den cm bzw. mm genau zu arbeiten (besonders bei einer starken Einschränkung des Arbeitsmaterials). So habe ich mich entschlossen die Transition aus Holz zu bauen.
Mangoholz ist hier das billigste.

bambus

Nachdem ich mir klar gemacht habe wie die Rampe bauen will, habe ich zuerst den Bambus ausgewählt. Zur Konstruktion sollte ein Bambus gewählt werde, der älter als drei Jahre ist.

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Ich habe acht Stück ausgewählt, die das Grundgerüst bilden sollten. Für den Table haben wir (ab jetzt gab es Unterstützung) 24 Stück á 1m zurechtgesägt und. -gehackt.

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Da es hier sehr viel regnet und der Bambus zudem uneben auf dem Boden gelegen hätte, haben wir 30 Bambuspfähle (ca.60cm) in den Boden eingelassen, um auf ihnen die Rampe zu bauen. Beim nächsten Mal würde ich sie einbetonieren, denn der Regen wird sie schnell verfaulen lassen. Deswegen haben wir das Gerüst zudem mit Ziegelsteinen gestützt.

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Das Grundgerüst des Tables wurde nun mit Draht befestigt. Um die Löcher in den Bambus zu bohren, habe ich mir extra einen Akkubohrer aus Europa mitbringen lassen.

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Um ein wenig Ordnung in die lose dastehenden Bambuspfähle des Tables zu bringen, haben wir sie mit einem 270cm, etwas dünnerem, jedoch sehr stabilem Bambus verbunden.

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Querverbindungen sollten nun zur Stabilisierung dienen.

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Den Rest habe ich jetzt nicht mehr aus Bambus gebaut, sondern aus Holz. Hier in Nepal kann ich leider nicht einfach in den Baumarkt gehen und mir das passende Holz kaufen. Naja, „leider“ nur bedingt, denn es ist ja auch nicht schlecht sich alles Maßschneidern zu lassen. Aus diesem Stamm wird die Struktur meiner Transition geschnitzt.

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Zur Anfertigung einer Schablone dient diese Planungszeichnung auf dem Boden.

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Holz ist fertig geschnitten und wird auf die Grundstruktur genagelt. Damit das im Bogen geschittene Holz für die Transition später nicht bricht, wird es von unten unterstützt.

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Auf die Grundstruktur des Tables kommt nun ein Rahmen.

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Auf den Querlatten wird später der Belag angebracht

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Zuerst wird als erste Schicht, ein 6mm Belag angenagelt, der nicht wasserabweisend ist.

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Anschließend wird quer dazu ein 10mm Belag, wasserabweisend, aufgeschraubt. Mein Akkuschrauber erweißt sich als goldwert. Das Coping liegt noch lose in der Fassung. Später werde ich dicken Draht durch es hindurchfädeln und damit befestigen.

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Die Arbeit war bei Temperaturen bis 46°C nicht immer einfach und ich musste mich sehr davor hüten einen Sonnenbrand bzw. –stich zu bekommen.

aycs

aycs1

Als letztes habe ich noch einen Belag auf den Table gepackt, Aufkleber vom Sponsor drauf und fertig ist das Kartenhäuschen.

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Bretter zusammen bauen

Minirampe

Minirampe

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Und ab auf die Rampe

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Einen Bericht in der lokalen Zeitung gab es auch. Leider konnte ich die Rampe nur ganze drei Tage nutzen, denn ich musste Rajbiraj traurigerweise vorzeitig verlassen (bin gerade in Kathmandu). Für mich sehr schade, denn diese Rampe lässt sich wirklich sehr gut fahren.

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